Diktatoren als Türsteher Europas

Dienstag, 23. Oktober 2018 - 18:30
EinsteinHaus, Kornhausplatz 5

Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Bei all dem arbeitet die Union mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, erhält dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.

Seit Jahren recherchieren Simone Schlindwein und Christian Jakob zur neuen europäischen Afrikapolitik. An diesem Abend stellen sie ihre Ergebnisse vor.

 

Veranstalter: Ulmer Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit Amnesty International Ulm/Neu-Ulm, Bündnis Menschenrechtsbildung e.V., Verein Ulmer Weltladen e.V., Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e.V. und Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V. 

Referent/in: 
Christian Jakob und Simone Schlindwein